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30 Aug, 2016
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Regie: Marc Blasweiler

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Regie: Marc Blasweiler (Bio folgt!)

Interview zwischen der Zeitung MOVIESTAR und Marc Blasweiler aus dem Jahre 2006, über die RING-STARS, Fans und Convetions. 

1.) Gab es einen wirklichen Anstoß für das Musical-Projekt der „RING-STARS“ oder hat sich die Idee eher nach und nach entwickelt? 
Ja es gab einen Impuls, der mich dazu bewegte die erste RING-STARS Show zu entwickeln. Schlicht gesagt, sollte es nur ein Gag werden um die Con Gäste ein wenig zum lachen zu bringen. Der Hintergrund waren die WAR-STARS. Hierbei handelt es sich um eine kleine Gruppe Fans die sich zusammengeschlossen haben, um einen Fanfilm zu produzieren. Als die erste Con anstand, hatte ich die Idee etwas in der Art auch für den „Herrn der Ringe“ zu machen. Ein Name musste her, also entschied ich mich unter dem pseudonym „RING“- STARS anstelle von „WAR“- STARS mit einigen aus der Gruppe aufzutreten. Aus Zeitgründen blieb jedoch nur Frank Schmelzer über, der nicht nur ein Kostüm bereits hatte sondern auch die Lust und die Zeit so etwas zu machen. Zusätzlich stießen Ariane Hoffmann und Norina Prüß noch hinzu und die erste Show war „ready for presentation“.

2. ) Gab es ein bestimmtes Ziel, als ihr die erste Show auf die Beine gestellt habt und hat sich das im Laufe der Zeit verändert?
Ja Spaß für uns und Spaß für alle, war die Devise de ersten Show und natürlich hat es sich weiterentwickelt. Als wir enden Entschluss fassten, eine neue Show auf die Beine zu stellen, war klar, es sollte etwas Neues her was die Convention Welt noch nicht gesehen hatte. Mein Vorschlag war, einige Highlights aus dem Herrn der Ringe zu nehmen, diese ohne Unterbrechung aneinanderzureihen, damit es nicht künstlich langweilig und lang gezogen wirkte. Also eine Show mit Tempo, stützend auf bekannte Lieder, die treffend zum Thema passten. 

3.) Sicher braucht es mehr als nur Phantasie solche Shows wie „The Unleashed Tales“ auf die Bühne zu bringen. Woher nimmst Du die Motivation für diese, doch sehr zeitaufwändigen und kräftezehrenden, Projekte?
Die Phantasie steckt irgendwie in mir und bricht dann auch planlos raus. Ich suche halt die Herausforderung, aber ohne mein sensationelles Team, wäre auch die schönste Phantasie leider nur ein Traum geblieben.

4.) Was gefällt Dir am besten an der Arbeit mit den RING-STARS- Mitgliedern?
Das diese vielen und unterschiedlichen Persönlichkeiten diesen Traum mit mir teilen und letztlich das Vertrauen an diesen Projekten entgegenbringen, welches von Nöten ist.

5.) Welche negativen Aspekte fallen Dir ein?
1. Zeitnot: Wenn wir mehr Zeit hätten könnten wir noch viel mehr proben und noch etwas Größeres zaubern! 2. Geldmangel: Da die wenigsten aus Düsseldorf kommen, wo geprobt wird, kostet jede Anreise sehr viel Geld. Das heißt eine komplette Probe für nur eine Show kann für jemanden über 500,- Euro nur an Fahrgebühren bedeuten. Das finde ich persönlich zu viel, jedoch kann man es nicht ändern. 3. Differenzen innerhalb der Gruppe: Leider kommt so etwas immer mal wieder vor. Ich nenne es mal, „nicht notwendige Spannungen“! Im Normalfall kann ich jedoch immer wieder die Bögen glätten. Aber es ist auch schon vorgekommen wo wir und von Leuten trennen mussten, da es einfach nicht gepasst hat.

6. ) Teilen alle Mitwirkenden den gleichen Enthusiasmus, wenn es um Mittelerde, Tolkien und den „Herr der Ringe“ geht, oder gibt es auch welche, die damit gar nichts anfangen können?
Sowohl als auch und im Prinzip würde ich sagen „ja“! Wir haben Fans die nur die Filme kennen, wir haben Leute im Team die beides kennen und wir haben sogar viele Tolkien begeisterte unter uns, die sich mit dem kompletten Thema und der Materie, mehr als nur gut auskennen. Also ein riesiger Pool an Informationen rund um das Thema des Herrn der Ringe.

7.) Inwieweit haben Deine Ausbildung und Dein Beruf Einfluss auf die Shows oder deren Entwicklung?
Recht viel denke ich. Da ich früher beim Film als Allrounder gearbeitet habe und heute in der Werbebranche als Kaufmann tätig bin, entnehme ich immer gerne Teilbereiche aus meinen vergangenen Tagen um diese in die Gegenwart zu transportieren. Das Leben steckt doch voll von Poesie, Phantasie und Kunst. Aus diesem „Gen“pool strickt man doch nur eine neue DNA Kette zusammen und lässt diese das Auditorium bewerten.

8.) Du sagst auf eurer Homepage, dass Du Herausforderungen magst. Welche Herausforderungen an den Vorbereitungen für „The Unleashed Tales“ haben Dich am meisten gereizt?
Vielleicht ist gereizt nicht gerade das richtige Wort, jedoch etwas so großes, mit so vielen Menschen gemeinsam über fast ein Jahr zu meistern, die alle einen normalen Job haben, studieren, oder noch zur Schule gehen, hat mich am meisten begeistert. Ich denke es gibt noch etwas anderes im Leben außer Fern zu sehen!

9.) Die RING-STARS haben in den letzten Jahren zahlenmäßig zugenommen und das Casting im Sommer trägt ebenfalls dazu bei. Gibt es einen bestimmten Grund dafür immer mehr Leute an Bord zu holen?
Ja, es soll noch gewaltiger werden. (lach) Wir wollen versuchen uns zu Toppen und da braucht man halt Darsteller und Manpower! Leider suchten wir auch noch Ersatz für einige Rollen, da nicht alle dieses Jahr das Geld und die Zeit haben dabei zu sein.

10.) Was ist für Dich das Besondere an der Arbeit im Team der RING-STARS?
Man darf Interviews führen. (grins) Nein ich denke, hier findet sich meine Grundidee an einem solchen Projekt wieder. Menschen zusammenbringen, die ein gemeinsames Interesse haben und dadurch erneut auf Gleichgesinnte treffen. So kann es sein, dass Freundschaften entstehen, Mann und Frau zueinander finden, oder manchmal auch gleichgeschlechtlich, und schließlich eine neuen kleinen „RING-STAR“ zur Welt bringen. Dieses klappt aber nur bei ersteren, die anderen freuen sich halt nur!

11.) Inwieweit hatte Dein persönliches Interesse am „Herr der Ringe“ Einfluss auf die Entstehung der RING-STARS?
Leider nicht so viel, ich mag die Filme und die Bücher, jedoch liebe ich genauso Star Wars und andere SciFi und Fantasy Serien und Filme. Es ist jedoch kein heiliger Gral für mich, sondern vielmehr ein geniales Meisterwerk welches sich lohnt weiter erzählt zu werden. Wir machen die halt auf der Bühne im Rahmen unserer Möglichkeiten. Genauso geht es mir mit Musik. Ich kann mich nicht festlegen was mir gefällt oder was nicht. Ich liebe die Musik mit zwei Ausnahmen. Schlager und „pseudo“ Rap und Hip Hop!

12.) Viele der Mitwirkenden kennen sich erst seit oder gar Durch die Convention. Glaubst Du, dass solche Veranstaltungen zu einem Thema wie „Der Herr der Ringe“ helfen, Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen und Freundschafen entstehen zu lassen? Und wenn ja, warum?
I want to Believe! Ich kann zwar hier nur für meine Person sprechen, jedoch weiß ich, dass es auf Cons definitiv möglich ist und bei den RING-STARS noch intensiver der Fall ist. Es ist doch eine der schönsten dinge im Leben, Freundschaften zu haben.

13.) Woran liegt es Deiner Meinung nach, dass so viele Menschen unterschiedlichen Alters sich bewusst für ein Wochenende ausklinken und in die Welt von Mittelerde eintauchen?
Ehrlich? Ja! Ich weiß es nicht! Das können Dir evtl. besser die Con Besucher erklären. Ich konzentriere mich da mehr auf unsere Show. 

14.) Hast Du Dich selbst schon mal mit dem Vorwurf der Realitätsflucht im Bezug auf Deine Arbeit mit den RING-STARS konfrontiert gesehen?
Wenn ja, wie hast Du reagiert oder würdest Du reagieren?  Nein, jedoch ist „Realitätsflucht“ ein negativ belastetet Wort, welches ich gerne aus meiner Sich einmal positiv darstellen mochte. Wenn man in den Urlaub fährt oder fliegt, versucht man doch auch der Realität ein Schnäppchen zu schlagen und auszubrechen aus dem Alltag! Sollte man diesen Personen auch den Vorwurf  der Realitätsflucht vorwerfen, obwohl sie nur einen geilen Urlaub hatten? Nein, natürlich nicht. Ich denke jeder sollte auf seine Weise versuchen, zumal temporär, der Realität zu entfliehen um in seine Welt der Phantasie einzutauchen. Ob mit einem Urlaub, einem Buch, einen Computerspiel, oder einem Film ist ganz gleich.

15. ) Wie stehst Du Menschen gegenüber, die immer nur auf das Buch pochen und  überhaupt kein Verständnis für die teilweise parodistischen Einlagen eurer Shows haben?
Solange es konstruktive oder berechtigte Kritik ist, kann man etwas damit anfangen. Geschmack ist ja bekannter Weise verschieden, deswegen versuchen wir zwar den Massengeschmack zu treffen, jedoch wird es niemanden gelingen alle gleichermaßen zu überzeugen, ach wenn wir es uns Wünschen würden.

16.) Hältst Du es für möglich, dass das eure Shows oder das Interesse an Tolkien allgemein ohne die Verfilmung ebenfalls solche Ausmaße angenommen hätte?
Nein, ich denke nicht. PJ hat einen riesigen Beitrag dazu beigetragen, deswegen werden wir uns auch bei unserer diesjährigen Show, ganz speziell auf unsere Weise bei ihm bedanken.

17. ) Als Herr der Ringe Fan stehen einem ja jede Menge Möglichkeiten der Entfaltung über das Buch hinaus offen. Von Conventions über Foren bis zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Welt von Mittelerde. Was ist für Dich ganz persönlich das Beste am Fan-Sein?
Die Möglichkeit eine Convention zu  besuchen, wo wir eine Show aufführen dürfen um gemeinsam mit Gleichgesinnten einen Abend lang mit uns Realitätsflucht zu betreiben.

18.) Gab es einen bestimmten Grund dafür, dass Du gerade diesen extrovertierten Weg über die Bühne für Deine persönliche Auseinandersetzung mit dem „Herr der Ringe“ gewählt hast?
Ja, ich bin extrovertiert, deswegen blieb mir leider nicht anderes übrig!

19.) Gibt es etwas an der „Herr der Ringe“- Community, dass Du Dich gerade dort wohl fühlst? Und worin liegt für Dich der Unterschied im Vergleich zu anderen Communitys (beispielsweise „Stars Wars“)?
Ganz klar nein! Ich fühle mich da wohl, wo für mein wohl gesorgt wird. Ob das nun eine Herr der Ringe-, Star Wars-, oder Harry Potter, Community ist, oder eine Heavy Metal Kneipe, ein Musicalbesuch, ein Tekkno Schuppen, ganz gleich, dies ist alles für mich gleichbedeutend. Ich mach keine Unterschiede, Hauptsache mir gefällt es!

20.) Ist das Buch durch die Arbeit mit den RING-STARS für Dich in den Hintergrund gerückt und bildet sozusagen nur noch das Fundament? Wenn ja, hältst Du das für gut oder schlecht?
Nein ganz im Gegenteil, wir benutzen immer wieder das Buch und die Filme als Vorlage, um nicht zu sehr ins fiktive abzudrehen, jedoch scheint es dieses Jahr wohl doch sehr fiktiv geworden zu sein! Ich hätte das Buch nicht unter das kurze Tischbein legen sollen. Wer hat eigentlich noch meine DVD Box? Kann die neue Show überhaupt was werden? Fragen über Fragen! 

21.) Schätzt Du den „Tolkien-Medien-Hype“ (vgl. www.tolkiengesellschaft.de) der letzten Jahre für Dich eher positiv oder negativ ein?
Ehrlich gesagt kann ich da gar nichts zu sagen, da die DTG und die RING-STARS, zwar das gleiche Thema behandeln, aber jeder auf seine Weise unterschiedlich. J.R.R. Tolkien hat ein Meisterwerk geschaffen was viele verzauberte, Peter Jackson hat es nach seinen Vorstellungen verfilmt und selbst hier kommen schon Spannungen auf. Wir hingegen persiflieren beides halt unter dem Namen RING-STARS, nicht mehr und nicht weniger! Solange die Fans die Halle füllen um uns zu sehen, werden wir, (wenn die Zeit und das Geld es erlauben!) auch weiter machen, alles ein wenig anders darzustellen. ;-)

22. ) Glaubst Du es liegt an dem individuellen Charakter einer Person, ob diese sich mehr oder weniger mit einem Thema wie „Herr der Ringe“ auseinandersetzt oder nicht?
Wenn ja, welcher Charakterzug spielt dabei für Dich die entscheidende Rolle? Ja und nein, um Dein Merkmal aufzugreifen, jeder Jeck ist anders, sagen wir Düsseldorfer. Man kann nichts generalisieren. Es obliegt wirklich jeden einzelnen, ob er, oder sie sich zu einem Thema angesprochen fühlt, oder nicht. Da es sich bei jeden Menschen um einen individuellen Charakter handelt, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es eine entscheidende Rolle spielt wie sich jemand z.B. mit dem Thema des Herrn der Ringe auseinander setzt. Jeder halt nach seiner Fasson!

Danke für das Interview!
Gern geschehen.

August 2006

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